BUGA 2021 - Top-Themen - Erfurt Tourismus

Erfurt blüht auf

Ende 2011 verkündete die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) die gute Nachricht: Die BUGA 2021 kommt nach Erfurt!

Sowohl die Machbarkeitsstudie als auch die Bewerbungsunterlagen für die Ausrichtung der bundesweit anerkannten Gartenschau wurden von der DBG überaus positiv bewertet. Mit der Unterzeichnung des Durchführungsvertrags zwischen der Landeshauptstadt und der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH am 29.11.2012 wurde ein weiterer Meilenstein in Richtung BUGA 2021 gesetzt.Damit eröffnet sich für die Landeshauptstadt Thüringens die Chance, noch schöner, attraktiver und vor allem grüner werden.

Am 16.02.2018 wurde zudem der erste Spatenstich für das Wüsten- und Urwaldhaus „Danakil“ gemacht, das Aushängeschild der Bundesgartenschau werden soll.

Reichart-Denkmal

Erfurt - Die Wiege der Gartenbautradition

Viele Besucher, die nach Erfurt kommen, begeben sich hier schon jetzt auf die Spuren des Gartenbaus, denn dieser hat in der Landeshauptstadt Thüringens eine lange Tradition. Die Erfurter wussten schon im Mittelalter das milde Klima und den fruchtbaren Boden ihrer Heimat zu nutzen. Durch den Anbau der Waidpflanze, auch "das goldene Vlies Thüringens" genannt, und den dadurch – im wahrsten Sinne des Wortes – blühenden Handel gelangte die Stadt im 13. und 14. Jahrhundert zu Ansehen und Wohlstand.

Was im Mittelalter mit dem Waidanbau und -handel begann, zog sich dann durch die Geschichte Erfurts wie ein "grüner" Faden und mit der Begründung des Erwerbsgartenbaus im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum des Gartenbaus.
Maßgeblich zurückzuführen ist dies auf den Erfurter Christian Reichart, der als Begründer des neuzeitlichen Erfurter Erwerbsgartenbaus und des Gartenbaus in Deutschland gilt.

Ab dem 19. Jahrhundert folgten nun die Zucht und der Handel mit Blumen- und Gemüsesamen. Zahlreiche Gartenbaubetriebe, wie E. Benary, J. C. Schmidt, Haage & Schmidt, Franz Anton Haage, F. C. Heinemann oder N. L. Chrestensen, trugen von nun an den sympathischen Beinamen Garten- oder Blumenstadt für Erfurt mit ihrer von jeher fortschrittlichen Saatzucht in die Welt hinaus. Einige von ihnen sind auch heute noch prägend für die Erfurter Gartenbaubranche. So versorgen die Familienunternehmen N. L. Chrestensen und Kakteen-Haage, die älteste Kakteenzucht der Welt, Profi- und Hobbygärtner weltweit von Erfurt aus mit Saatgut und Pflanzen.

Der egapark Erfurt - Kernstück der BUGA 2021

Zentraler Standort der BUGA in Erfurt soll der egapark werden, der 2021 sein 60-jähriges Bestehen feiert.
Im Jahr 1961 wurde der Garten- und Landschaftspark als Internationale Gartenbauausstellung (iga) eröffnet. Sie war das Pendant der sozialistischen Länder zur 1951 ins Leben gerufenen Bundesgartenschau bzw. den Internationalen Gartenausstellungen. Zwischen 1961 bis 1989 besuchten rund 37 Millionen Gäste die etwa 700 Gartenbau- und Spezialausstellungen sowie Sonderschauen.
Die politische Wende 1989 brachte auch für die iga den Umbruch. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger setzten sich für die Rettung "ihrer" iga ein. Durch eine Dreiteilung der Fläche in egapark, Landesfunkhaus und Messe konnte sie schließlich gerettet werden. 1995 wird die iga zur ega und später zum egapark Erfurt.

Heute findet der Besucher hier - im Garten Thüringens - nicht nur lebendige Gartenbautradition vor, die Erfurter und Touristen schätzen den egapark vor allem als Erholungsoase in der Stadt.

Am 16.02.2018 wurde zudem der erste Spatenstich für das Wüsten- und Urwaldhaus „Danakil“ gemacht, das Aushängeschild der Bundesgartenschau werden soll.

Foto: egapark Erfurt

Entspannung im egapark

Erfurts grüne Vielfalt

Aber nicht nur der egapark Erfurt ist schon jetzt ein Höhepunkt der Stadt. Auf dem Petersberg - über den Dächern Erfurts - ist zum Beispiel eine großflächige Grünanlage entstanden, die Einwohnern wie auch Touristen Erholung und Freizeitwert bietet sowie einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt gewährt.

Die Seele baumeln lassen und das Leben genießen – dazu lockt die Landeshauptstadt auch mit anderen wundervollen Parkanlagen, die sich entlang des Gera entwickelt haben. Ob Stadtpark, Luisen- und Dreienbrunnenpark, Hirschgarten oder Kilianipark - Sie alle sind für die Erfurter und ihre Gäste ein Ort zum Durchatmen und Entspannen. Der Nordpark bietet mit dem neu gestalteten Nordbad an der Gera zudem eine Abkühlung an heißen Tagen.

Viele der schon bestehenden Parks und Gärten werden auf dem Weg zur Buga 2021 eine nachhaltige Weiterentwicklung und Belebung erfahren. Zudem liegt in dem Projekt die große Möglichkeit, wichtige Vorhaben der Stadtentwicklung und zur Sanierung des egapark  umzusetzen. Die Erweiterung des Angebots an Grün- und Erholungsflächen in der Stadt bedeutet gleichzeitig eine Verbesserung der Lebensqualität für die Einwohner, aber auch die Erhöhung der Anziehungskraft der Stadt auf Besucher und zukünftige Bewohner.

Viele engagierte Menschen haben die Bewerbung Erfurts für die BUGA 2021 auf den Weg gebracht. Gemeinsam werden sie bis 2021 viel erreichen und so die Thüringer Landeshauptstadt für Alle noch schöner und attraktiver machen.


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