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Kaffee - Ein globaler Erfolg

Ausstellungen

Kaffee - Ein globaler Erfolg

Freitag, 12.07.2019 10:00 - 18:00 Uhr

Kaffee - ein Frühstück ohne den populären Muntermacher ist kaum denkbar. Das beliebteste Heißgetränk der Deutschen steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Kaffee – ein globaler Erfurt vom 5. April bis zum 31. Oktober 2019 im Deutschen Gartenbaumuseum auf dem egapark-Gelände. Sie gibt einen Überblick über weniger bekannte Hintergründe, vom Beginn des kommerziellen Anbaus, über die Botanik, den Kaffeewald als Biosphärenreservat bis hin zu den Anfängen der Kaffeekultur in Europa. Konzipiert wurde die Schau vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin und durch Exponate anderer Leihgeber ergänzt. Die Gattung Kaffee wird anhand von historischen Herbar-Belegen, Pflanzenpräparaten und lebenden Pflanzen vorgestellt. Die Kaffeepflanzen stammen aus den Pflanzenschauhäusern des egaparks.  Wie eine Kaffeebohne im Inneren aufgebaut ist, zeigt ein übergroßes Gipsmodell anschaulich. Auf einer Weltkarte sind Kaffee produzierende Länder markiert, originale Kaffeesäcke sind Teil der Ausstellung. Fotografien zeichnen den beschwerlichen Weg „Von der Frucht zur Dose“ nach. Prächtige Präparate exotischer Vögel wie des Wollhalsstorches, des Hagedaschs oder des Zimtrollers stehen für den Artenreichtum im bedrohten Kaffeewald.
Von der Kaffeezeremonie zum „coffee to go“ 
In diesem Bereich der Ausstellung werden die Zubereitung und der Genuss in anderen Ländern anhand kunstvoll gestalteter Gerätschaften zum Rösten und Mahlen vorgestellt. In einigen afrikanischen Ländern ist die Kaffeezeremonie nach wie vor fester Bestandteil der Gastlichkeit, beispielsweise im heutigen Äthiopien.
Kaffeekultur
Die Kaffeekultur in verschiedenen Ländern und die Rolle der Kaffeehäuser ist ebenfalls Teil der Ausstellung. Die Ausstellungsbesucher sind dazu eingeladen, an der „Aroma-Bar“ ihren Geruchssinn zu testen. Duftproben von gemahlenem Kaffee verschiedener Sorten und Herkünfte stehen dafür bereit. 
Eine Filmszene zeigt ein Puppenspiel in einem arabischen Kaffeehaus als Ort der Begegnung und des Geschichtenerzählens. In Europa war das Kaffeehaus Treffpunkt für den Meinungsaustausch und eine brodelnde Nachrichtenbörse. Eine Hörszene karikiert die damals (1661) neumodische Angewohnheit des ausgiebigen Kaffeetrinkens in London. Eine andere Hörszene bringt einen Ausschnitt aus der populären, humorvollen „Kaffeekantate“ (ca. 1734) von J. S. Bach. Darin will die Tochter nur einen Mann heiraten, der ihr jederzeit das Kaffeetrinken erlaubt. Das Musikstück war u. a. für Aufführungen im bekannten Zimmermannschen Kaffeehaus Leipzig gedacht. War Kaffee für das Bürgertum in erster Linie Genussmittel, diente er ärmeren Schichten auch als stimulierendes Getränk, als „Satt- und Muntermacher“. Waren Kaffeebohnen unerschwinglich, musste auf Ersatz wie Zichorie oder Getreide zurückgegriffen werden. Historische Verpackungen und Werbeschilder aus Emaille weisen darauf hin.

Veranstaltungsort:

Gartenbaumuseum
Gothaer Str. 50
Erfurt

Veranstalter:

Gartenbaumuseum
Gothaer Str. 50
99094 Erfurt