Radring Erfurt

Der Radring Erfurt lädt ein auf 110 km und acht Abschnitten die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt zu umrunden und in das ländliche Idyll der Landkreise Sömmerda, Weimarer Land, Ilm-Kreis und Gotha einzutauchen. Neben schönen und vielfältigen Landschaften sind es die zahlreichen Highlights und Informationen rechts und links am Wegesrand, die zu einer Rast einladen.

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Auf 110 km Erfurt umrunden & das Land erkunden

  1. Der erste Abschnitt beginnt in Stotternheim, dem nördlichsten Ortsteil von Erfurt und startet in Richtung Erfurter Seenlandschaft im Landkreis Sömmerda. Vorbei am Alperstedter See, durch das Alperstedter Ried beginnt nach 7 km der zweite Abschnitt.
  2. Mit weitem Blick über Felder und Wiesen fährt man im 22 km langen zweiten Abschnitt durch die Heimat des seltenen schwarzen Feldhamsters und gelangt durch die Orte Großrudestedt, Schwansee, Udestedt und Kleinmölsen zu den Erfurter Ortsteilen Töttleben, Kerspleben und Vieselbach.
  3. Von Vieselbach über Wallichen führt der dritte Abschnitt in das Weimarer Land. Auf knapp 21 km kann man hier neben ländlicher Idylle zahlreiche Fachwerkhäuser und Denkmale in den Orten Niederzimmern, Utzberg, Sohnstedt, Eichelborn und Klettbach entdecken. Ein Abstecher lohnt sich von Klettbach in die nur 5 Kilometer entfernte Erlebnisregion Stausee Hohenfelden. Zurück auf dem Radring endet der dritte Abschnitt in Schellroda.
  4. Südlich von Erfurt verläuft der 14 km lange vierte Abschnitt durch den Ilm-Kreis und zum Mittelpunkt Thüringens in Rockhausen. Zu einer Rast lädt die Volkssternwarte in Kirchheim sowie der über 4 km lange „Planetenweg“ zwischen Kirchheim und Rockhausen ein.
  5. Abschnitt fünf und sechs führen in das Burgenland der Drei Gleichen. Der kurze 4,3 km lange fünfte Abschnitt führt von Molsdorf über Kornhochheim bis nach Neudietendorf.
  6. Hier schließt sich der 14,7 km lange sechste Abschnitt an, der einem ein faszinierendes Burgenpanorama, eingerahmt von drei Flüssen, bietet.
  7. Im Westen von Erfurt lernt man im 17 km langen siebten Abschnitt die Ortsteile Frienstedt, Gottstedt, Bindersleben, Alach und Tiefthal kennen.
  8. Der 9 km lange achte und letzte Abschnitt beginnt in Elxleben, im Landkreis Sömmerda und führt über die Erfurter Ortsteile Kühnhausen und Mittelhausen zum Ausgangspunkt Stotternheim.

Weitere 7 thematische Rundtouren

Alternativ kann aus insgesamt sieben thematischen Rundtouren gewählt werden, um die Landeshauptstadt Erfurt sowie die umliegenden Regionen Stück für Stück zu erkunden. Start und Ziel der Rundtouren ist jeweils die Erfurt Tourist Information am Benediktsplatz im Stadtzentrum.

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Rundtour 1

„Seen und wilde Weiden“ | 49,1 km

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Inmitten der Erfurter Seenlandschaft, die durch den jahrzehntelangen Kiesabbau entstanden ist und entsteht, bieten sich dem Erholungssuchenden zahlreiche Freizeitaktivitäten an. Der Radweg führt vorbei am Alperstedter See, dem größten der Erfurter Seen. Schwimmende Hütten und ein idyllischer Campingplatz laden zu einer Erlebnisübernachtung ein, während man am Tag zahlreiche Wassersportmöglichkeiten und kulinarische Angebote nutzen kann. 

Der Seenlandschaft schließt sich mit dem Alperstedter Ried eine grüne Schatzkiste der Artenvielfalt an. Die Stiftung Naturschutz Thüringen arbeitet in dem Projekt „Moorlandschaft Alperstedter Ried“ daran, eine weitgehende Wiederherstellung des größten Kalkniedermoores im Thüringer Becken zu erwirken. Exmoor-Ponys, Wasserbüffel und Rotes Höhenvieh sorgen dafür, dass Wiesen und Tümpel offenbleiben und viele unterschiedliche Lebensräume entstehen. Bei Naturführungen, die die Stiftung anbietet, können sich Besucher selbst davon überzeugen.

Mit weitem Blick über Felder und Wiesen führt der Rest der Tour durch die Heimat des seltenen schwarzen Feldhamsters, über den man sich an der Flussbrücke bei Großrudestedt informieren kann.

Rundtour 2

„Idylle und Dorfkultur im Weimarer Land“ | 43 km

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Auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette gelangt man Richtung Osten über den Ringelberg zu den Ortsteilen Azmannsdorf, Vieselbach und Wallichen, auch „Gartendorf am Pilgerweg“ genannt. Hier findet man einen neugestalteten Dorfplatz und eine Pilgerherberge. Weiter geht es Richtung Niederzimmern. Es lohnt sich ein Besuch der Kirche St. Wigberti, die wegen ihrer Bilderbibel (17. Jh.) besonders sehenswert ist. Nach der Durchfahrt von Utzberg kommt man Richtung Sohnstedt am Napoleonstein vorbei, dem Ort des ersten Aufeinandertreffens von Napoleon I. und Zar Alexander von Russland. Kurz vor Sohnstedt hat man eine sensationelle Aussicht auf den Ettersberg. Der Radweg verläuft weiter durch eine leicht hügelige Landschaft bis nach Eichelborn. Der Ortskern ist geprägt von Fachwerkhäusern und dem Eichelborner Ziegenhof mit hofeigener Käserei. Weiter geht es mit einem leichten Anstieg Richtung Klettbach. Auf der Höhe angekommen, lohnt sich ein Abstecher zur höchsten Bockwindmühle Deutschlands. Die letzten Kilometer bis
nach Klettbach kann man sich rollen lassen. Im Dorf befindet sich ein wunderschöner Holzspielplatz.

Die Rundtour führt weiter auf dem Radring Richtung Schellroda hier über die Radhauptroute II-26, vorbei am Forsthaus Willrode, durch den Ortsteil Egstedt zurück in die Stadt.

Rundtour 3

„Zum Mittelpunkt Thüringens“ | 39,4 km

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Diese Rundtour führt südlich von Erfurt zum Mittelpunkt Thüringens im Ilm-Kreis. Über die Radhauptroute II-26 verlässt man das Stadtzentrum Richtung Südosten, bis man in Schellroda den Radring Erfurt erreicht. Die Strecke um Schellroda bis Bechstedt-Wagd ist durch ein ausgedehntes Waldgebiet mit dem sehenswerten Forsthaus Willrode geprägt.

Anschließend öffnet sich die Landschaft und man erreicht in Rockhausen den amtlichen Mittelpunkt Thüringens, seit 2008 durch einen großen Stein gekennzeichnet. Hier endet auch der „Planetenweg“ (4 km) der Volkssternwarte Kirchheim mit Informationen zu allen Planeten. Diesem folgend, bietet sich auf der Anhöhe ein wunderbares Panorama der „Drei Gleichen“, des Schneekopfs und des Inselsbergs im Thüringer Wald oder der Seeberge bei Gotha. Ein Fernrohr wird zukünftig diesen Ausblick unterstützen.

Die Landschaft ist nicht nur von landwirtschaftlicher Nutzung, idyllischen Fließgewässern und kleinen reizvollen Dörfern geprägt. Die für Thüringen wichtige Infrastruktur der Autobahnen und ICE-Strecke sowie des größten Industriegebiets Thüringens, dem Erfurter Kreuz, sind ebenso sichtbar. Nach Eischleben mit seiner barocken Kirche gelangt man auf den Gera-Radweg und über Molsdorf zurück in die Stadt.

Rundtour 4

„Schnupperstunde im Gothaer Land“ | 44,2 km

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Auf einer bereits beliebten Sonntagsrunde für die Erfurter gelangt man auf dem Gera-Radweg Richtung Süden zum Ortsteil Molsdorf und zweigt hier auf den Radring Erfurt ab. In Neudietendorf lädt ein großer und abwechslungsreicher Inklusionsspielplatz mitten im Grünen zum Rasten und Spielen ein. Während sich die Erwachsenen auf den Bänken im Schatten ein Päuschen gönnen, können sich die Kinder von 0 bis 16 Jahren an den verschiedenen Spielgeräten austoben und ausprobieren. Die kleinen und großen Entdecker erwartet unter anderem eine Kleinkindschaukel, Nestschaukel und Rutsche, ein Balancier- und Kletterelement, eine Kletterspinne und Wackelbrücke, ein Klettergerät mit Rutsche sowie ein Trampolin und eine Seilbahn – hier ist für jeden etwas dabei.

Von Neudietendorf führt die Rundtour auf dem Radfernweg Thüringer Städtekette wieder zurück in die Stadt.

Rundtour 5

„Drei Burgen und drei Flüsse“ | 44,2 km

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Inmitten des Städtedreiecks Gotha, Erfurt und Arnstadt liegt eine der reizvollsten Thüringer Landschaften. Schon weithin sichtbar thronen auf drei Bergkegeln drei stolze Burgen. Sie sehen keineswegs gleich aus, wurden in verschiedenen Jahrhunderten erbaut und heißen dennoch Drei Gleichen. Diesen Namen verdanken die Mühlburg, die Burg Gleichen und die Veste Wachsenburg wohl einer Legende. Danach sollen im Mai 1231 Blitze die Burgen in Brand gesetzt haben, sodass sie auf ihren Bergen wie drei riesige Fackeln loderten. Seither nannte man die Burgen und das ganze Land drumherum nur noch die Drei Gleichen. Sie sind die ganz besondere Kulisse eines kleinen Gebietes mit einer spannenden Geschichte und einer großen Auswahl an Kultur-, Freizeit- und Aktivangeboten und Teil des UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg - Drei Gleichen.

Auf dieser Rundtour radelt man auch durch ein Gebiet, das von drei Flüssen gerahmt wird. Die Gera im Osten, die Apfelstädt im Süden und die Nesse im Nordwesten, also quasi eine Radtour im Flussdreieck. Diese drei Flüsse wiederum gaben drei weiteren Radwegen ihren Namen.

Rundtour 6

„Von der Nesse zur Gera“ | 40,8 km

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Dem gut ausgeschilderten Nessetal-Radweg folgend führt die Route in westlicher Richtung durch das Erfurter Brühl, unterhalb des egaparks vorbei und erreicht in Frienstedt den Radring. Dort zweigt man in nördlicher Richtung ab. Vorbei an den Ortschaften Gottstedt und Bindersleben erreicht man den Erfurter Stadtteil Alach. Hier entspringt die Nesse, ein typischer Flachlandfluss. Nach wenigen Kilometern erreicht man zuerst Tiefthal und dann Elxleben. Hier lohnt sich ein Abstecher zur denkmalgeschützten Ofenanlage (Kalkmühle). Diese gibt Zeugnis von der Verarbeitung des Gipses in der Region, der unter anderem als Material für Stuck-Fassaden und -Decken verwendet wurde. In Elxleben trifft der Radring auf den Gera-Radweg. Diesem in die Erfurter Innenstadt folgend lohnt sich immer wieder eine Rast in der Gera-Aue. Im Rahmen der BUGA 2021 wurde dieses Areal großflächig aufgewertet und hat einen wunderschönen Landschaftspark entstehen lassen. Für Familien lohnt sich auch ein Abstecher zum Zoopark. Durch das Erfurter Venedig gelangt man in die historische
Innenstadt und das Ziel der Rundroute.

Rundtour 7

„Kurze Familien-Tour“ | 23,9 km

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Diese Rundtour folgt dem Gera-Radweg in nördlicher Richtung. Entlang der Nördlichen Gera-Aue, vom Nordpark bis zum Kilianipark, bietet sich ein durchgehendes Naherholungsgebiet mit zahlreichen Sport- und Spielplätzen, farbenfrohen Blumenbeeten und gemütlichen Plätzen für eine Rast. Das Gebiet wurde im Zuge der BUGA 2021 aufgewertet und zum größten Landschaftspark Thüringens verwebt. Über den Radweg gelangt man aus der Stadt bis in die offene Landschaft nördlich von Gispersleben.

In Kühnhausen trifft der Gera-Radweg auf den Radring. Diesem folgt man in östlicher Richtung nach Mittelhausen und Stotternheim. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Lutherstein. Die Legende sagt, dass Martin Luther 1502 in der Nähe in ein heftiges Gewitter geraten sei und den Eid ablegte, Mönch zu werden, wenn er dieses Unwetter überlebe. An dieses Ereignis erinnert der Lutherstein. Radfahrer finden hier ein schattiges Plätzchen. Bänke und eine Schutzhütte laden zur Rast ein. Von hier aus hat der Besucher einen guten Blick auf das Erfurter Seengebiet. Von Stotternheim vorbei am Thüringer Zoopark führt die Rundtour durch das Erfurter Rieth zurück in die Altstadt.


„Landwirtschaft erFahren“

Zusammen mit dem Thüringer Bauernverband e.V. wurde zusätzlich das Projekt „Landwirtschaft erFahren“ am Radring Erfurt umgesetzt. Auf 25 großformatigen Hinweistafeln werden verschiedene, für die Region relevante, landwirtschaftliche Themen und Tätigkeiten gezeigt.

Ziel ist es, ein größeres Verständnis für die Bedeutung der Landwirtschaft in der Region zu schaffen, Vorurteile abzubauen, neues Wissen zu vermitteln und damit die Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte als Produzenten heimischer Lebensmittel zu erhöhen.

Weitere Informationen zum Projekt „Landwirtschaft erFahren“ unter: www.tbv-erfurt.de