Di 10.03.2026 09:00 - 18:00 Uhr
Frauen im geteilten Deutschland

Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ ist ab Dienstag,  3. März 2026, im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt zu sehen. Sie zeigt die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre.

Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte, dennoch bestehen noch immer viele Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. So sei die „Westfrau“ entweder „Heimchen am Herd“ oder Karrierefrau wohingegen die „Ostfrau“ im Kohlebergbau „ihren Mann“ stehe oder eine Rabenmutter sei, weil sie ihre Kinder in die Krippe gibt. Und während Frauen im Westen gendern, wissen Frauen im Osten damit nichts anzufangen. Die „Ostfrau“ gilt mal als Verliererin, mal als Gewinnerin der deutschen Einheit. Die Liste der Zuschreibungen ist lang und obwohl teils widersprüchlich, zeugt sie von der Überzeugung, man wisse genau, wie „die Ostfrau“ und „die Westfrau“ eigentlich ticken. Vor allem eines scheint klar: Sie ticken alle gleich, aber im Vergleich zum anderen Teil Deutschlands sehr unterschiedlich. 

Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran? Die Ausstellung gibt Antworten auf diese Fragen, macht die die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar und zeigt deren deutsch- deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden auf. Zugleich wirft die Ausstellung die Frage auf, ob Frauen in beiden deutschen Staaten trotz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ein gemeinsames Streben nach Selbstbestimmung in einem männlich geprägten System verbanden.

Preis:
kostenfrei

Veranstaltungsort:
BStU Petersberg
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt

Weitere Informationen:
Website