Neues Bauen in Erfurt
1927 wurde in der Innenstadt ein unübersehbares Zeichen für das Neue Bauen in Erfurt gesetzt. Am Anger 26 wurde im Auftrag von Alfred Hess ein Geschäftshaus umgebaut.
Weitere wichtige Gebäude dieser Zeit sind das Schellhornhaus (Neuwerkstraße 2) und das Haus des Deutschen Handlungsgehilfen-Verbandes (Anger 81). Letzteres ist gleichzeitig auch das erste Hochhaus der Stadt mit sechs Etagen und einer Gesamthöhe von 21 Metern.
Als besonderes Beispiel für den sozialen Wohnungsbau des Neuen Bauens in Erfurt muss der Wohnkomplex „Hansa-Block“ erwähnt werden.
Aber auch sehenswerte Einzelwohnhäuser wie das Wohnhaus des Direktors des städtischen Museums Walter Kaesbach (Nerlystraße 11) finden sich in der Stadt. Das Haus des Direktors wurde nach Entwürfen des Architekten Karl Meinhardt erbaut. Außerdem soll Lyonel Feininger hier für einige Jahre als Gast Kaesbachs gewohnt haben.