Haus der Versöhnung
Wir schreiben den 25. Februar 1945 – einer der schwärzesten Tage des Augustinerklosters. Englische Bomber werfen zwei Luftminen über dem Kloster ab. Die Folgen des Abwurfes sind verheerend. Kurz nach Ende des 2. Weltkrieges begannen couragierte Erfurter mit den Aufräumarbeiten. Bereits 1946 konnte mit den ersten Arbeiten zum Wiederaufbau begonnen werden. Unter großen Mühen und Strapazen und unter sehr schwierigen politischen Bedingungen wurde das Kloster Stein um Stein wieder aufgebaut. Die historischen Strukturen wurden bewahrt. Die zerstörte historische Bibliothek und die ebenfalls völlig zerstörten Waidhäuser blieben als Ruinen stehen. Jedoch bestand immer der Wunsch, beide Gebäude wieder aufzubauen. Der erste Schritt dazu wurde im Jahr 2002 gemacht: Die Grundmauern der Bibliothek wurden restauriert und teilweise rekonstruiert. Eine Wandscheibe, die vom Einsturz bedroht war, ist in einer spektakulären Aktion wieder aufgerichtet worden. Am 27. August 2010 konnte das wiederaufgebaute Haus durch die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Frau Ilse Junkermann, eröffnet werden.
Ort der Stille
Im „Ort der Stille“ sehen Sie ein besonderes Kreuz: Das Nagelkreuz aus Conventry. Am 25. Februar 2008 überreichte der Canon der Kathedrale von Coventry, Adrian Daffern, und der damalige Vorsitzende der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V., Pfarrer i.R. Hartmut Ebmeier, dem Kurator des Augustinerklosters das Nagelkreuz. Anlass war die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der am 25. Februar 1945 durch Bomben zerstörten Klosterbibliothek.